Feuerprojekt Kita & Grundschule



Das Feuerprojekt

„Kinder und Feuer – das ist ein oft angstbesetztes Thema: Vom lichterloh brennenden „Paulinchen war allein zu Haus“ aus dem „Struwwelpeter“ bis zu modernen Aufklärungsmedien geht es meist um die zerstörerische Bedrohung von Flammen und Rauch. Kinder können aber auch ganz anders an Feuer herangeführt werden“. Unfallkasse Berlin

Unser Projekt ‚feuerMACHEN‘ soll Kindern das Thema ‚Feuer‘ angstfrei, spielerisch, gemeinschaftlich und kulturell geprägt vermitteln. Wir führen und gestalten dieses Projekt altersgemischt und einrichtungsübergreifend mit Schul- und Kitakindern gemeinsam. Orientiert haben wir uns dabei an den Workshops von Kain Karawahn zur Kompetenzvermittlung ‚Feuer‘.

Hierzu laden wir regelmäßig die großen Kinder aus mehreren Kinderläden aus Wilmersdorf und Charlottenburg in die Räume der Halensee-Grundschule ein und führen, gemeinsam mit einer gleichgroßen Gruppe von Kindern aus verschiedenen JüL-Klassen, Erzieherinnen/Erziehern aus den Kinderläden und aus der ergänzenden Förderung und Betreuung der Schule (EFöB) zwei Monate lang, einmal pro Woche für ca. 1,5 Stunden unser Feuerprojekt durch

 

Umsetzung und Ziele des Projekts

 

Ablauf der Projekttermine

Das Projekt beginnt mit einem Elternbrief oder Elternabend, in welchem generelles Vorkommen und kindliches Erleben von Feuer heute sowie Konzeption und Methodik des Workshops ausführlich erläutert werden.

Am ersten und zweiten Termin wird mit den teilnehmenden Kindern zuerst im Innenbereich anlog zur Spielanleitung der Unfallkasse ‚Faszination Feuer!’ der selbstzuverantwortende Umgang mit den heute gebräuchlichsten häuslichen Feuern wie Streichholz, Feuerzeug und Kerze spielerisch erarbeitet. Teilweise werden bereits die Materialien für den dritten und vierten Termin vorbereitet.

Am dritten Termin wird das bereits gelernte wiederholt und ein Teil der Kinder beginnt mit den Vorbereitungen des „Vulkans“ für den abschließenden Workshoptag (sägen, kleben & verpacken). Der übrige Teil der Gruppe fotografiert Feuerportraits. Im „Stile alter Meister“ inszenieren die Kinder ihr ganz persönliches Bild mit dem Feuer. Die Gruppenteile wechseln im Laufe des Nachmittags.

Am vierten Termin starten die Kinder mit der Ummalung ihrer Feuerportraits vom Vortermin. Die Fotos der Feuerportraits werden jetzt in die Bilder eingearbeitet. Die Kinder gestalten ihre Feuerbilder weiter mit Farbe, Pinsel oder Stift, um so zum endgültigen Kunstwerk zu gelangen. Anschließend veranstalten wir kleine Spiele mit Feuer um weiter den sicheren Umgang mit einer offenen Flamme zu üben.

Am fünften Termin entzünden die Kinder im Außenbereich die am Vortermin gebastelten „Vulkane“. Nach dem Kinderfeuermodell von Kain Karawahn kontrolliert, löscht und entsorgt so jedes Kind ein eigenes kleines Holzfeuer. Es erfährt und verantwortet einen von ihm selbstgeschaffenen Brennprozess von Anfang bis Ende. Zum Abschluss des Projektes versammeln wir die Gruppe und erzählen bei Kerzenschein eine indianische Geschichte zum Thema Feuer.

Am sechsten Termin feiern wir ein Feuerfest mit Kindern, Eltern und pädagogischem Personal auf der Wiese der Halensee-Grundschule. Wir machen Feuerspiele, ein kleines Lagerfeuer und grillen Stockbrot.

Nachbereitung

Alle Projektabläufe werden von uns fotografisch dokumentiert und zusammen mit den Kunstwerken der Kinder nacheinander in den Kinderläden und der Schule ausgestellt. Dort kann die Ausstellung von Eltern, Kindern, Erzieherinnen und Erziehern, Lehrerinnen und Lehrern besucht werden.

 

"Denn wer nicht weiß, was er tut, verbrennt sich die Finger. Besonders Kinder verfügen heute über mehr Unsicherheiten im Umgang mit Feuer als jemals zuvor. Da im privaten Bereich die Handhabung von Feuer selten bis gar nicht mehr praktiziert wird, kann dort auch nicht der verantwortungsbewusste Umgang damit erlernt werden."